Spendenaufruf

Liebe Besucher*innen unserer Webseite,
liebe Freund*innen und Unterstützer*innen der VILLA WIGMAN,
liebe Interessierte an der Arbeit für die Freien Darstellenden Künste,

es ist auch bei uns still geworden im Haus. Bis auf einige wenige Einzelproben sind alle Proben, Workshops und Weiterbildungen bis auf Weiteres abgesagt oder mussten verschoben werden.

Einzig die Sanierungsmaßnahmen schreiten weiter voran.

Dennoch sind wir natürlich auf all die Vermietungen angewiesen, um das Haus bewirtschaften zu können.
Im Zuge der allgemeinen Lockerungen versuchen auch wir unseren Mieter*innen entgegenzukommen, Lösungen zu finden, unter welchen Umständen doch gearbeitet werden kann. Mit allen Hygienevorschriften versteht sich.

Die Verluste der Mieteinnahmen haben ein großes Defizit unserer zur Verfügung stehenden Mittel gerissen und wir sind noch immer weit von der Normalität entfernt.
Sollten Sie/ solltet Ihr wirtschaftlich weniger betroffen sein und über Unterstützungsmöglichkeiten der Freien Künste nachdenken, möchten wir Sie/ Euch ganz herzlich ermutigen, uns mit einer Spende zu bedenken.
Selbstverständlich können wir als gemeinnütziger Verein eine Spendenquittung ausstellen.

Wir freuen uns über jede noch so kleine Spende auf folgendes Konto:

Villa Wigman für TANZ e.V.
IBAN: DE52 4306 0967 1191 7607 00 // BIC: GENODEM1GLS // GLS Bank

Das Leitungsteam wünscht Ihnen und Euch Zuversicht und Gesundheit und hofft auf ein baldiges Wiedersehen!

Katja Erfurth, Johanna Roggan

Save the Date: TANZPAKT Dresden Sommerakademie

Vom 8.-11. Juli 2020 veranstaltet TANZPAKT Dresden in HELLERAU und ganz Dresden eine Sommerakademie für Choreograf*innen und Tanzschaffende.
In Workshops mit internationalen Künstler*innen, die sich mit verschiedenen Arbeitswelten und gesellschaftlichen Realitäten auseinandersetzen, sollen künstlerische Arbeitspraktiken präsentiert und ausprobiert werden. Neben einem diskursiven Programm mit Impulsvorträgen und Diskussionsrunden wird die Sommerakademie von einem künstlerischen Programm der beteiligten osteuropäischen Partner-Spielstätten begleitet. (www.hellerau.org)

TANZPAKT Dresden: Ausschreibung Recherche-Residenzen

TANZPAKT Dresden bietet 2020 mehrere Recherche-Residenzen für Choreograf*innen und Tanzkünstler*innen mit Arbeitsschwerpunkt in Sachsen an.

Informationen und das Bewerbungsformular:
TANZPAKT Dresden: Residenzen Ausschreibung (Bewerbungsschluss 11.11.2019)

Bei Fragen steht zur Verfügung: s.u.

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In 2020, TANZPAKT Dresden offers several research residencies for choreographers and dance artists based in Saxony.

All information and the application:
TANZPAKT Dresden: Residencies Open Call (deadline 11.11.2019)

Don’t hesitate to contact :

Christoph Bovermann

Künstlerische Produktionskoordination | Artistic Production Coordinator
TANZPAKT Dresden

bovermann@hellerau.org
T + 49 351 264 62 85
HELLERAU

Europäisches Zentrum der Künste
European Centre for the Arts
Karl-Liebknecht-Str. 56 | 01109 Dresden, Germany

Erbbaurechtsvertrag für die Villa Wigman beschlossen

Am Montag, 27.5.2019 stimmte der Dresdner Stadtrat in einer Sondersitzung zu, den Erbbaurechtsvertrag für die Villa Bautzner Straße 107, ehemals Wigman-Tanzschule und Wohnhaus der Tänzerin und Choreografin Mary Wigman, mit dem Verein Villa Wigman für Tanz e. V. abzuschließen!

Dem Ankauf der Immobilie hatte der Dresdner Stadtrat bereits im August 2017 zugestimmt. Nun setzte sich im Ausschreibungsprozess zur Vergabe eines Erbbaurechtsvertrages das Nutzungskonzept des Vereins Villa Wigman für TANZ e.V. im Stadtrat mit großer Mehrheit durch.
Die Planungen für die zukünftige kulturelle Nutzung und die notwendigen Sanierungsmaßnahmen sind angelaufen. Die Vorhaben werden vom Kulturamt der Stadt Dresden durch eine Institutionelle Förderung sowie anteilig aus dem Förderprogramm „TANZPAKT Stadt-Land-Bund“ für HELLERAU und Villa Wigman für TANZ e.V. begleitet.

Beitrag in MDR Kultur Kompakt  29.05.2019

DRESDNER ERKLÄRUNG DER VIELEN und bundesweite GLÄNZENDE DEMONSTRATION der Kunst- und Kulturschaffenden

Mit dieser Erklärung wollen die Unterzeichnenden den Zusammenhalt in Kunst und Kultur als Teil der Zivilgesellschaft gegen populistische sowie völkischnationale Strömungen deutlich artikulieren. Die KunstundKulturschaffenden setzen mit dieser Erklärung ein gesellschaftspolitisches Signal, das in unsere tägliche Praxis eingreift. Wir zeigen gemeinsam, bundesweit, Haltung für Toleranz, Vielfalt und Respekt. Zeitgleich wird die Erklärung der Vielen in Berlin, Düsseldorf und Hamburg vorgestellt.

DRESDNER ERKLÄRUNG DER VIELEN
Kunst schafft einen Raum zur Veränderung der Welt. Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem
Boden, von dem aus die größten Staatsverbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. Kunst wurde als „entartet“ diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Millionen Menschen wurden ermordet oder gingen ins Exil, unter ihnen auch viele Kunstschaffende.
Heute begreifen wir die Kunst und ihre Einrichtungen, die Museen, Theater, Ateliers, Clubs, die urbanen und ländlichen Orte der Kultur als offene Räume, die Vielen gehören. Unsere Gesellschaft ist eine plurale Versammlung. Viele unterschiedliche Interessen treffen aufeinander und finden sich oft im Dazwischen. Demokratie muss täglich neu verhandelt werden – aber immer unter einer Voraussetzung: Es geht um Alle, um jede*n Einzelne*n! Der Boden, auf dem wir gemeinsam stehen, ist das Grundgesetz.
Der rechte Populismus, der die Kultureinrichtungen als Akteure dieser gesellschaftlichen Vision angreift, steht der Kunst der Vielen feindselig gegenüber. Rechtspopulistische Gruppierungen und Parteien stören Veranstaltungen, wollen in Spielpläne und ins Programm eingreifen, polemisieren gegen die Freiheit der Kunst und arbeiten an einer Renationalisierung der Kultur. Ihr verächtlicher Umgang mit Menschen auf der Flucht, mit engagierten Kulturschaffenden, mit Andersdenkenden verrät, wie sie mit der Gesellschaft umzugehen gedenken, sobald sich die Machtverhältnisse zu ihren Gunsten verändern würden.
In unserem Bundesland Sachsen arbeiten Pegida, Identitäre Bewegung und AfD Hand in Hand und polemisieren gegen die demokratische weltoffene Gesellschaft. Dem stellen wir uns entgegen. Wir als Unterzeichnende der Dresdner Theater, Kunst- und Kultureinrichtungen und ihrer Interessensverbände begegnen diesen Versuchen mit einer klaren Haltung:
• Die unterzeichnenden Kunst- und Kulturinstitutionen führen den offenen und kritischen Dialog über rechtspopulistische Strategien, die demokratische Grundwerte untergraben. Sie gestalten diesen Dialog mit Mitwirkenden und dem Publikum in der Überzeugung, dass die beteiligten Häuser den Auftrag haben, unsere demokratische Gesellschaft fortzuentwickeln.
• Alle Unterzeichnenden fördern im Sinne der Demokratie Debatten, bieten aber keine Foren für Propaganda jeder Art.
• Wir wehren die Versuche der Rechtspopulisten ab, Kulturveranstaltungen für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.
• Wir solidarisieren uns mit Menschen, die durch eine rechtspopulistische Politik an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden.
Es geht um uns Alle. Daher: Kunst für Demokratie!

DRESDNER ERKLÄRUNG DER VIELEN – Liste der Erstunterzeichner*Innen
Agentur Kulturperlen Dresden
Auditivvokal Dresden
Comödie Dresden
Dave e.V. – Festival für Clubkultur
Deutsches Hygiene-Museum
Die Herkuleskeule – Dresdens Kabarett Theater
Dresdner Comedy & Theater Club
Dresden Frankfurt Dance Company
Dresdner Geschichtsverein e.V.
Dresdner Hofmusik
Dresdner Musikfestspiele
Dresdner Philharmonie
Filmfest Dresden
Folkloretanzensemble „Thea Maass“ der TU Dresden
Eigenbetrieb Heinrich-Schütz-Konservatorium der Landeshauptstadt Dresden
Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden
Iris Meusemann – Büro für Kulturvermittlung
Jüdische Musik- und Theaterwoche Dresden
Künstlerbund Dresden e.V.
Künstlervereinigung Blaue Fabrik e.V.
Kunsthaus Dresden
Kunstverein Dresden e.V.
Kustodie der TU Dresden mit der Altana Galerie im Görges-Bau
Landesbühnen Sachsen
Literaturhaus Villa Augustin
1001 Märchen in der Yenidze
Museen der Stadt Dresden
Objektiv e.V.
Ostrale Zentrum für zeitgenössische Kunst
projekttheater dresden e.V.
riesa efau. Kultur Forum Dresden
scheune e.V.
Semperoper Dresden
Societaetstheater
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH
Staatsoperette Dresden
Staatsschauspiel Dresden
Stadtteilhaus Dresden-Äußere Neustadt
Stiftung Frauenkirche Dresden
Tanzbühne Dresden e.V.
Theaterhaus Rudi
Theaterkahn – Dresdner Brettl
tjg. theater junge generation
tristan ManagementProductionEvent
Urge to Move – Drum and Bass
Verkehrsmuseum Dresden
Villa Wigman für Tanz e.V.

 

https://www.staatsschauspiel-dresden.de/home/dresden_erklaerung_der_vielen/

Petition zum Erhalt der Villa Wigman Bautzner Straße 107

Appell an die Landeshauptstadt Dresden, „diese geschichtsträchtige Immobilie zu erwerben, für die Tanzkunst zu sichern und über den Verein für den Tanz wieder zugänglich zu machen…“ Eine entsprechende Petition wurde im Rahmen der Arbeitstagung TANZIMPULSE 24./25.6.2017 freigeschaltet und bereits von vielen Unterstützern aus dem In- und Ausland unterzeichnet. Wir möchten alle Tanzfreunde einladen, uns durch ihre Unterschrift zu unterstützen!

https://www.change.org/p/stadtrat-dresden-villa-wigman-ein-welttanzerbe-retten-villa-wigman-save-dance-heritage

Offener Brief an die Kulturpolitik in Dresden und Sachsen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Mitglieder des Villa Wigman für TANZ e.V. in Dresden bemühen sich seit einiger Zeit um den Erhalt der ehemaligen Wigman-Schule in der Bautzner Str. 107 in Dresden und deren zukünftige Nutzung als Proben- und Produktionsort für die professionelle Tanzszene und weitere Darstellende Künste. Mary Wigman wohnte, tanzte, choreografierte und unterrichtete von 1920-42 in Dresden. Von hier aus wirkte die Pionierin des Ausdruckstanzes in alle Welt und bewirkte, auch durch ihre zahlreichen Schüler*innen, einen großen Einfluss auf den modernen Tanz international. Diesen für die Welt und Dresden historisch wertvollen Ort gilt es für die Nachwelt zu erhalten! Die Idee, kulturelles Erbe zu vitalisieren und gleichzeitig zeitgenössischen Tanzschaffenden und der Freien Szene eine Basis professionellen Arbeitens zu gestalten, bietet zudem eine außerordentliche Chance für das kulturelle Leben in Dresden.

In zahlreichen produktiven Gesprächen mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt und dem Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst präsentierte der Verein ein in Kooperation mit dem Dachverband Tanz Deutschland und anderen Partnern erarbeitetes, fundiertes Nutzungskonzept für die Villa Wigman. Zudem erhielt der Verein von der Kulturstiftung des Bundes für 2017 / 2018 Fördermittel für eine umfangreiche Veranstaltungsreihe, um die historische sowie künstlerische Bedeutung der Villa weitreichend und öffentlich an Ort und Stelle sichtbar zu machen und eine konkrete Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe Mary Wigmans zu ermöglichen

Mit dem derzeitigen Leerstand des Gebäudes – seit dem Auszug des bisherigen Nutzers Sächsische Staatsoper Dresden – bleibt dem Verein der Zutritt zur Liegenschaft Villa Wigman leider verwehrt. Eine unabdingbare Voraussetzung für die Umsetzung des TANZFONDS ERBE Projektes ist jedoch ab Juni 2017 die Zugänglichkeit des Gebäudes in Form einer zeitlich begrenzten Nutzung durch Villa Wigman für TANZ e.V.

Villa Wigman für TANZ e.V. appelliert an die kulturpolitischen Entscheidungsträger des Freistaates Sachsen wie der Landeshauptstadt Dresden, sich in enger Partnerschaft zeitnah für eine temporäre Zwischennutzung innerhalb des TANZFONDS ERBE Projektes einzusetzen, um die avisierten Workshops, Fachtagungen und tanzkünstlerischen Auseinandersetzungen ab Juni 2017 durchführen zu können. Gleichzeitig sollten die Weichen für einen Kauf durch die Landeshauptstadt Dresden gestellt werden.

Ein tatsächlicher Verkauf auf dem freien Markt würde die spätere Nutzung des Hauses als Proben- und Produktionsort für Tanzschaffende und andere Darstellende Künstler*innen ausschließen. Ein historisches Kleinod mit internationaler Bedeutsamkeit wäre für die öffentliche Wahrnehmung verloren. Es steht außer Frage, dass nur mit dem kulturpolitischen Willen beider Seiten dieser historisch gewachsene Ort des TANZES bewahrt und wiederbelebt werden kann!

Mit freundlichen Grüßen Katja Erfurth, Johanna Roggan für den Vorstand Villa Wigman für TANZ e.V.