Verein

Nach langen Vorbereitungen war es am 26.04.2016 soweit: der Verein Villa Wigman für TANZ gründete sich mit 19 Gründungsmitgliedern.

Der Verein Villa Wigman für TANZ e.V. ist eine Initiative der Freien Tanzszene und weiterer UnterstützerInnen in Dresden. Er bemüht sich um die ehemalige Wirkungsstätte der Tänzerin und Choreographin Mary Wigman in der Bautzner Straße 107 in Dresden. Ziel ist der Erhalt des Schulgebäudes in Dresden: als kulturhistorischer Ort sowie Proben-, Produktions- und Vermittlungszentrum für den zeitgenössischen Tanz und weiterer Freier Darstellender Künste.

Voller Freude und Hoffnung gehen wir den Zweck des Vereins an: „… die Organisation und Förderung von professionellen Tanzprojekten und darauf bezogenen Vermittlungs-­und Diskussionsformen im Umfeld der früheren Wirkungsstätte von Mary Wigman und ihrem Schaffen.“

Alle Mitglieder vereint die Vison, dass die ehemalige Schule Mary Wigmans nicht verkauft wird, sondern für eine kulturelle, öffentliche Nutzung erhalten bleibt und im Geiste Mary Wigmans durch die Freie Szene in Dresden, Sachsen und überregional wiederbelebt werden kann. Dafür erstellte der Verein ein Nutzungskonzept, das derzeit von den zuständigen Behörden und Institutionen geprüft wird. Der Verein strebt eine Trägerschaft der Villa Wigman, Bautzner Straße 107 an.

FörderInnen können uns mit einer Spende unterstützen auf das Konto:
Villa Wigman für TANZ e.V / IBAN: DE52 4306 0967 1191 7607 00 / GLS Bank
Auf Wunsch stellen wir eine Spendenquittung aus.

PETITION vom 24. Juni 2017 „diese geschichtsträchtige Immobilie zu erwerben, für die Tanzkunst zu sichern und über den Verein für den Tanz wieder zugänglich zu machen…“

https://www.change.org/p/stadtrat-dresden-villa-wigman-ein-welttanzerbe-retten-villa-wigman-save-dance-heritage

OFFENER BRIEF AN DIE KULTURPOLITIK IN DRESDEN UND SACHSEN

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Mitglieder des Villa Wigman für TANZ e.V. in Dresden bemühen sich seit einiger Zeit um den Erhalt der ehemaligen Wigman-Schule in der Bautzner Str. 107 in Dresden und deren zukünftige Nutzung als Proben- und Produktionsort für die professionelle Tanzszene und weitere Darstellende Künste. Mary Wigman wohnte, tanzte, choreografierte und unterrichtete von 1920-42 in Dresden. Von hier aus wirkte die Pionierin des Ausdruckstanzes in alle Welt und bewirkte, auch durch ihre zahlreichen Schüler*innen, einen großen Einfluss auf den modernen Tanz international. Diesen für die Welt und Dresden historisch wertvollen Ort gilt es für die Nachwelt zu erhalten! Die Idee, kulturelles Erbe zu vitalisieren und gleichzeitig zeitgenössischen Tanzschaffenden und der Freien Szene eine Basis professionellen Arbeitens zu gestalten, bietet zudem eine außerordentliche Chance für das kulturelle Leben in Dresden.

In zahlreichen produktiven Gesprächen mit dem Kulturamt der Landeshauptstadt und dem Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst präsentierte der Verein ein in Kooperation mit dem Dachverband Tanz Deutschland und anderen Partnern erarbeitetes, fundiertes Nutzungskonzept für die Villa Wigman. Zudem erhielt der Verein von der Kulturstiftung des Bundes für 2017 / 2018 Fördermittel für eine umfangreiche Veranstaltungsreihe, um die historische sowie künstlerische Bedeutung der Villa weitreichend und öffentlich an Ort und Stelle sichtbar zu machen und eine konkrete Auseinandersetzung mit dem kulturellen Erbe Mary Wigmans zu ermöglichen

Mit dem derzeitigen Leerstand des Gebäudes – seit dem Auszug des bisherigen Nutzers Sächsische Staatsoper Dresden – bleibt dem Verein der Zutritt zur Liegenschaft Villa Wigman leider verwehrt. Eine unabdingbare Voraussetzung für die Umsetzung des TANZFONDS ERBE Projektes ist jedoch ab Juni 2017 die Zugänglichkeit des Gebäudes in Form einer zeitlich begrenzten Nutzung durch Villa Wigman für TANZ e.V.

Villa Wigman für TANZ e.V. appelliert an die kulturpolitischen Entscheidungsträger des Freistaates Sachsen wie der Landeshauptstadt Dresden, sich in enger Partnerschaft zeitnah für eine temporäre Zwischennutzung innerhalb des TANZFONDS ERBE Projektes einzusetzen, um die avisierten Workshops, Fachtagungen und tanzkünstlerischen Auseinandersetzungen ab Juni 2017 durchführen zu können. Gleichzeitig sollten die Weichen für einen Kauf durch die Landeshauptstadt Dresden gestellt werden.

Ein tatsächlicher Verkauf auf dem freien Markt würde die spätere Nutzung des Hauses als Proben- und Produktionsort für Tanzschaffende und andere Darstellende Künstler*innen ausschließen. Ein historisches Kleinod mit internationaler Bedeutsamkeit wäre für die öffentliche Wahrnehmung verloren. Es steht außer Frage, dass nur mit dem kulturpolitischen Willen beider Seiten dieser historisch gewachsene Ort des TANZES bewahrt und wiederbelebt werden kann!

Mit freundlichen Grüßen Katja Erfurth, Johanna Roggan für den Vorstand Villa Wigman für TANZ e.V.